(Kon)Fusion oder taktische Spielchen?

Der Dringlichkeitsantrag von ÖVP, FPÖ und Grünen in der Junisitzung des Köflacher Gemeinderats, wonach ein Zusammenschluss der größtmöglichen Anzahl der 5 Kernraumgemeinden zu einer neuen Großgemeinde keine_loesunganzustreben sei, wurde bekanntermaßen einstimmig angenommen. Bürgermeister Zagler verfasste daraufhin ein Schreiben an seine 4 Amtskollegen mit dem Ersuchen, sich an entsprechenden Gesprächen zu beteiligen. Die Reaktion der angeschriebenen Bürgermeister: einzig Voitsbergs Ernst Meixner war zu einem – allerdings völlig ergebnislosen – Treffen bereit. Alle übrigen Gemeindevorsteher erteiltem dem Gesprächsvorschlag aus Köflach aus diversen fadenscheinigen Gründen Absagen; einzelne Antworten kamen sogar erst nach Monaten. Was steckt hinter dieser fast einheitlichen Verweigerung eines Gesprächs mit Köflach?

Zum einen könnte es ein abgekartetes Spiel jener Bürgermeister sein, die an einer Kernraumfusion kein Interesse haben. Gerüchten zufolge ist nicht einmal der Köflacher Bürgermeister – trotz des genannten einstimmigen Beschlusses – an einer solchen großen Lösung interessiert, zeigt sich aber aus taktischen Überlegungen im Hinblick auf den Erhalt seines eigenen Bürgermeistersessels zumindest nach außen gesprächsbereit. Oder es trifft tatsächlich zu, dass niemand mit Köflach fusionieren möchte: also weder die derzeit möglicherweise zwangsbeglückten kleineren Umlandgemeinden, noch – Voitsberg ausgenommen – jede sonst im Frage kommende größere Gemeinde des Bezirkes.  Auf jeden Fall ist diese Gesprächsverweigerung eine Beleidigung für Köflach. Ebenso wird jener Teil der Bevölkerung der übrigen Kernraumgemeinden vor den Kopf gestoßen, der an einer solch großen Lösung interessiert ist. Denn: Zu Gesprächen sollte man zumindest bereit sein. Was dabei herauskommt ist eine andere Sache.